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Es gibt DIE EINE ANTWORT für diese Fragen nicht. Solche Fragen ziehen sich durchs Leben, wie Wege durchs Land. Manche muss man nur einmal gehen, manche sieht man nur aus der ferne und manche muss man nie betreten, weshalb sie nie ins Blickfeld führen. Doch die meisten geht man oft; nicht selten scheint man unzählige Beine zu haben, die jeder ihren eigenen Pfad beschreiten.
Und trotz den vielen Wandlungen sind die Reiselustigen gesegnet, denn sie lernen die Welt kennen.
Diese Wegen führen uns manchmal von hier fort und wir erblicken “da drüben”, nicht getrennt von unserem “hier” ist es, denn längst spüren wir es in unserem Inneren. Wie Frauen ein Baby tragen, tragen wir “da drüben” aus und gebären vielfältige Dinge und genau wie Babys Frauen zu Müttern werden lassen, werden wir verändert. Wie ein großer Schatten einen Grünwald in einen Düsterwald verwandelt, kehrt sich, trotz Achterbahn, bei uns der Effekt um.
In der Strafvollzugsanstalt, die unser Leben darstellt, ist “da drüben” der wenige Freigang den wir haben.
Zumindest scheint es so, denn das Leben ist keine Anstalt, es ist eine Brücke und braucht ein Geländer an dem man sich festhalten kann, wenn das Gleichgewicht zu verschwinden droht und dieses stellt “da drüben”
Überall hört, sieht, liest, erfährt man, dass die Liebe das beste im Leben sei. Das Leben ohne Liebe sei nicht lebenswert. Freundschaften, Familie und gesellschaftliches Leben an sich seien die Eckpfeiler des Lebens. Selbstverwirklichung, Traumerfüllung, Streben nach Glück und solche Dinge seien immens wichtig. Fehler, Erfahrungen und Konflikte seien das Salz in der Suppe des Lebens. Das alles sei wichtig. Den Rest des Beitrags lesen »
Und einen weiteren Tag sitze ich hier und nichts passiert. Alles fließt an mir vorüber. Ich habe mich schon gefreut wieder etwas in meinem Leben zu haben, hinaus zugehen, mich gefühlt, als wenn ich ein Leben hätte. Und nun bröckelt das Fundament wieder dahin.
Um mich herum stöhnen die Menschen, dass ihr hartes Fundament ihre Füße schmerzen lässt, sie hinfallen und sich ihre Knie aufschlagen oder umknicken und sich den Knöchel verstauchen, doch ich würde sogar eine Kopfwunde in kauf nehmen.
Ein Kampf lässt sich mit Boden unter den Füßen einfacher bestreiten, doch wenn ich getroffen werde wirble ich nur durch die Luft ohne Orientierung und hoffe nur ein Steinboden heißt mich irgendwann einmal willkommen.
Durch die Luft schallt das Versprechen, es werde anderes, es werde besser, ich würde ein Geländer zu fassen bekommen. So halte ich durch und Ausschau, nur dass die Versprechen eben die Luft um mich herum sind, die Luft die mich herumwirbelt.
Worte allein können meine Gefühle nicht transportieren. Nur wer schon einmal so gefühlt hat, kann mich verstehen… zumindest im Ansatz. Wie kann ein Erlebnis unsere Freundschaft hoch in die Luft heben, durcheinander wirbeln und langsam verstreut zu Boden lassen? Wie kann ich bei den vielen kleinen schwer definierbaren Teilchen etwas heraussehen? Wie kann ich da wieder Ordnung hineinbringen? Will ich wirklich wissen was das zerstückelte Bild ist? Ich hab’ Angst! Angst vor dem Bild, der Erkenntnis, den Konsequenzen. Obwohl ich’s noch nicht unwiderruflich verloren hab’, vermiss’ ich es, unsere Beziehung zueinander, unsere einzigartige Freundschaft, dich! Du bist mir so immens wichtig, dass ich es nur unzulänglich mit Worten beschreiben kann.
Wegen dir hab’ ich mein Schneckenhaus verlassen, wegen dir bin ich in der Lage meinen selbst errichteten Käfig zu verlassen.
Ich habe Angst, wenn ich dich verliere, dass ich wieder das Schloss des Käfigs zufallen lass’. Egal was du tust, bitte verlass mich nicht. Ich weiß nicht, ob ich das ertragen könnte.
Warnung: Enthält Darstellung von Gewalt und sexuellen Handlungen
Anmerkung: Dies soll weder eine Glorifizierung noch eine Verurteilung sein von den beschriebenen Handlungen. Ich befürworte keine Gewalt, aber mit dieser Geschichte wollte ich aufzeigen, das man nicht jedes menschliche Verhalten erklären kann – nicht einmal sich selbst gegenüber.
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Sie trat schnell ein und ging sofort die Schuhe ausziehend zum Fester, ihr Begleiter schloss die Tür und sah sie einen Moment lang an. Er hatte sie erst vor einer halben Stunde kennen gelernt und wollte eigentlich nur ein Bier nach der Arbeit trinken, doch diese Schönheit hatte ihn sofort in ihrem Bann. Nun stand sie da, im Dunkeln, nur durch das Licht der Straßenlaternen erhellt und er konnte nicht fassen, was er tat, er wusste noch nicht mal was das genau sein sollte. Seine Frau müsste bald nach Hause kommen und würde sich fragen, warum er nicht mit Ally auf sie warten würde. Die Petersons passten noch auf seine 6 jährige Tochter auf, aber er würde sie nicht wie versprochen um 18.30 Uhr abholen. Den Rest des Beitrags lesen »
Sie saß auf ihrem Bett und schaute die große dunkle Standuhr an: es schlug 24 Uhr. Mitternacht. „Es ist Zeit, du musst ins Bett,“ es war Tante Martha, eine große, schlanke Frau, die in ihrem sonst so freundlichen Gesicht Trauer zeigte, obwohl sie sie zu überspielen versuchte. Der Schock um den plötzlichen Tod und die Sorgen um ihre Nichte überwältigte ihre Selbstbeherrschung. Marthas Blick haftete an Anna, die auf ihrem Bett saß und die leicht verkohlte Standuhr anstarrte, die das einzige war, das dieses schreckliche Feuer überstanden hatte. „Schlaf schön“ Sie gab ihr einen Kuss auf die Stirn, zog die Decke hoch und wollte das Zimmer verlassen, doch an der Tür drehte sich nochmal um und murmelte: „Das arme Kind.“ Nachdem sich die Tür geschlossen hatte setzte sich Anna wieder auf, denn schlafen konnte sie jetzt nicht. Feuer. Überall war Feuer. Diese Hitze. Anna begann zu schwitzen und vor ihren Augen spielten sich die Szenen des Schreckens wieder ab. „Mama, Papa,“ flüsterte sie verängstigt.
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Sie saß auf ihrem Bett, die Beine angewinkelt und starrte auf das Buch. Ein Buch, das schon lange an diesem Platz stand und wartete; auf sie. Darauf beschrieben zu werden, darauf, mit Buchstaben, Wörtern, Sätzen, mit Leben gefüllt zu werden. Doch noch musste es jungfräulich verweilen.
Pfirsichgeruch stieg von der Duftlampe hinauf und hing im vom Kerzenschein erhellten Raum, der nur durch tiefhineingehende Musikklänge von Leben zeugte. Denn sie war eine Leiche, die ums Überleben kämpft.
Schwarzes Samt umhüllte den Einband; war es ein Zeichen gewesen? Dieses Geschenk sollte ihre Ambitionen unterstützen, doch sie empfand nichts, was sie je geschrieben hatte verdiente dieses Buch. Es sollte etwas großartig unbeschreibliches sein. Doch auch wenn in ihr die Fähigkeit läge dem Geschenk gerecht zu werden, so war sie nicht bereit.
Musste sie vielleicht zuerst ins Land der Lebenden zurückkehren, es sich verdienen? War dies ihr heiliger Gral?
Tränen flossen und schienen ihre Ängste, ihre Schmerzen und ihre Verzweiflung mit fort zu tragen. Das Meer in ihr würde heute Abend nicht geleert werden, nur der Druck auf die Deiche gelöst.
Wie lange würde das Buch dort stehen? Sie wusste nicht, ob sie jemals die Ebene erreichen würde um in der Lage sein zu können dem gerecht zu werden, doch gab sie nicht auf. Sie würde es niemals. Denn wenn es wahr sei, man brauche etwas für das man lebt, dann waren es die Seiten, der Einband, das Samt, das Band und der Geruch.
Auf diesen Seiten mit einem feinen Stift zu schreiben musste ein Gefühl sein, wie es im Leben kein zweites gibt. Das Gefühl es geschafft zu haben. Die Hölle überlebt, während der Apokalypse aufgewachsen und nun vor den Himmelspforten sich ins Gästebuch eintragen.
Atem löschte Feuer, Finger stoppten Musik und Augen schlossen.
