Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Januar 2010.
Wann bist du bei mir?
Ich vermisse dich
Auch wenn ich dich sehe
und in mir spüre,
kann ich dich nicht berühren,
Deinen Duft stell ich mir vor
deine Wärme imitiert
Wie kann ich dich lieben
ohne dich zu erfahren?
Du siehst mich nicht
du kennst mich nicht,
uns trennen Welten
und doch liebe ich dich
Ich brauche dich
mehr als du weißt
und doch
geb’ ich dich auf
wenn es sein muss
Ich kenne Schmerz
Ich kenne Freundschaft,
ich weiß
wie es ist
zu lange
festzuhalten
loslassen
gehen lassen
hinter sich lassen
ist oftmals schwierig,
doch Konsequenzen
kenne ich
ziehe ich
Ich gebe dich auf
wenn es sein muss
Schreiben,
wie eine Droge
Danach Erleichterung,
Erschöpfung
Alles ist raus
für den Moment
Doch hält es nicht lang
Der Eimer meiner gequälten Seele
füllt sich zu schnell wieder
kaum ist er geleert
tropft es nach
das Tropfen wird immer schlimmer.
Bist du so tief
in mir drinnen,
dass ich dich nicht mehr spüre,
weil du ein Teil
von mir geworden bist?
Und doch vermisse ich dich
ein milder Sommerabend,
die Frische der Nacht
zieht auf,
die Sonne schickt ihre letzten Strahlen
über’n Horizont,
purpurne Wolken
zieren den Himmel
Mücken stechen,
doch ich bleib hier
und denk an dich
die Musik
soll meine Stimmen
im Kopf
betäuben,
doch meine Gedanken
fliegen zu dir
in die Ferne
ich wünschte,
du wärst hier
und ich könnt’s dir zeigen,
die Schönheit
der Natur
ich wünschte,
ich könnt’ dir helfen
ich wünschte,
ich könnt’ dich glücklich machen
Mücken zerstechen mich
doch bleib ich hier
um alles
für dich
zu erleben
um für dich
zu sehen
um für dich
zu riechen
um für dich
zu spüren
um für dich
zu atmen
um dich später
daran
teilhaben zu lassen
der Mond
steht
die Sterne
leuchten
ein Reh
bricht
aus dem Wald
der Mond
leuchtet
die Sterne
brechen
ein Reh
steht
im Wald
der Mond
bricht
die Sterne
stehen
ein Reh
leuchtet
auf dem Auto
rot
Der Sturm ist vorbei,
die Wogen geglättet,
die Unruhe versteckt
unter den Laken
der Ordnung
Ruhe,
aber keine Stille
brodelnde Gefühle,
die darauf warten auszubrechen
ich habe Angst
sie frei zulassen
den Käfig zu öffnen
nur um einen kurzen Blick
auf sie zu werfen
Was könnt’ ich erblicken?
Stilles Wasser,
großes Gedränge
unter der Oberfläche,
was sich nur erahnen lässt
Sie drängen nach draußen,
doch gestatte ich es nicht
Ich habe Angst
sie sind so viele,
so mächtig
Ich bin alleine
und schwach
Was ist,
wenn ich nicht mit ihnen fertig werde?
Was ist,
wenn sie mich kontrollieren?
Was ist,
wenn sie nach dem Ausbruch
nie mehr zurückkommen?
Ich habe Angst
Befreit
erleichtert
glücklich
zuvor erfüllt von Wut
Vieles gesagt
vieles raus gelassen
Freundschaft zerstört?!
Sie verletzt
Aus dem Weg gehen
Sie aus meinem Leben
weg radieren
Mich finden?
Nein!
Umwelt finden
Freunde beachten
registrieren
nicht vergraulen
Schaff ich das? Nicht wieder
Selbstmitleid
Zu egoistisch
selbst verliebt
im Selbstmitleid
versinkend
kein Blick für’s wesentliche
für Freunde
für Freude
für’s Leben
Streit gut
ehrlich zueinander
alles wird gesagt
Schluss für immer?
Vielleicht
Erfahrung positiv
wie geht’s weiter?
irgendwie…
Der Beginn etwas neuem
Der Bruch mit etwas altem
Philosophen reden gern
doch nur wer spürt
des Todes Hand,
kann wahres sprechen
Angst und Zweifel,
Fragen ohne Antworten,
Sinnieren übers Leben,
das sofern nun scheint
Kann ich einen Abschluss bilden?
Leugnen wir es doch so lang
nicht wahr soll es sein
der Tod sich vorm Leben fürcht
oder umgekehrt?
Kein Gedenke uns belästigen soll
der Tod ein Mythos
Doch wenn Mythen
wahr werden
erschreckt’s
Ich sitze hier
auf kaltem Stein,
schwarzer Himmel,
Dunkelheit umfängt mich,
der Wald als stille Wand
verbirgt so viel,
zu viel
für mich,
zu viel
noch vor mir
Ich geb soviel,
bin ohne Schutz,
wart auf dich
In Wartestellung
verharrt,
zitternd,
UnHeil erwartend
Angst!
Bald bin ich zurück
Bist du dann da
für mich,
ich brauche
dich
Heb den Schleier
der Unverständnis,
Blick mich an
blick in mich,
lass mich sehen
und verstehen,
klär mein Blick,
schür die Gefühle
halt mich fest
und bleib bei mir
ich brauche dich
